Mittwoch, 25. Oktober 2017

Einfaches Outfit mit Röckchen

Kurze Röcke an Ü50-Frau sind ja so ein ganz eigenes Thema - kurze Röcke, die zudem noch einen leicht mädchenhaften Touch haben, dann vermutlich erst recht. Dennoch konnte ich kürzlich an diesem Exemplar nicht vorbeigehen.

Eigentlich war ich mit meiner Freundin Hosen shoppen, also, Hosen für sie!
Eine ganze Weile lief ich auch ausschließlich zwischen ihrer Umkleidekabine und der Hosenabteilung emsig hin und her, um sie immer wieder mit anderen Modellen oder Größen zu versorgen. Irgendwann nahm ich im Vorbeilaufen dabei plötzlich diesen Rock wahr: Kurze Vollbremsung und ab in die Nebenkabine.

Das Ende vom Lied: Meine Freundin ohne Hose (also, ohne eine NEUE Hose! Nicht, was Ihr womöglich denkt ...) und ich mit neuem Rock bzw. neuem Röckchen, denn für die ernsthafe Bezeichnung "Rock" finde ich das Teil irgendwie zu niedlich mit seinen kleinen Pünktchen und den Rosen - und günstig war er außerdem. :)

Ich kombiniere solch mädchenhafte Teile immer gern etwas derber - mit Boots (guckst Du z. B. HIER oder HIER für eine Kombi mit Dr. Martens Schnürboots) oder Stiefeln und natürlich mit absolut blickdichter Strumpfhose. Gern auch noch mit Lederjacke. Dann fühle ich mich auch im eher zierlichen Röckchen pudelwohl und typgerecht gekleidet. 😊



Lederjacke: Gipsy
Dreieckstuch: invero
Pulli: MEXX
  Rock: Clockhouse (C&A)
Strumpfhose: No name
Stiefel: Görtz Shoes
 
Eine große Liebeserklärung an Röcke findet Ihr übrigens in meinem reich bebilderten Post aus dem August letzten Jahres, als die ü30Blogger & friends eine Aktion mit dem Thema "Mein Kleid – mein Rock" auf die Beine gestellt hatten.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Die schönen Seiten des Älterwerdens #Blogparade

Innerlich fühle ich mich häufig immer noch wie maximal Ende 20. Der Blick in den Spiegel verrät dann leider Gegenteiliges und auch das Ziepen hier und das Aua da.

Irgendwie will der Körper manchmal nicht so recht zum Inneren passen, denn zumindest bei mir waren körperliche Zipperlein zuerst da. Erst bei häufigerem Vorkommen von Vergesslichkeit und - in meinem Fall - auch beispielsweise dem Nicht-mehr-Folgen-können beim Thema Technik merkt man dann, dass man doch unweigerlich auch im Inneren zu altern scheint.

In der Werregarenstraat in Gent/Belgien - hier dürfen sich Straßenkünstler ausleben.

Ines Meyrose rief kürzlich diese Blogparade ins Leben und eine Menge Frauen haben etwas dazu zu sagen - die Linkliste zu allen gesammelten Beiträgen findet Ihr HIER bei Ines.

"Älterwerden ist gar nicht so schlecht, wenn man die Alternative bedenkt." (Maurice Chevalier)


Bloggerfreundin Sunny schrieb untern anderem sehr einleuchtend, die schönste Seite am Älterwerden sei die, dass man noch lebe. - Auf den Punkt, liebe Sunny, vielen Dank dafür, ich bin da ganz bei Dir. 😂

Ich - lebend 😌 - im Palais Royal, dem Königlichen Palast von Brüssel im August 2017

Nun, was gefällt mir denn nun am Älterwerden? Nicht wirklich viel, muss ich ehrlich gestehen, obwohl ich z. B. meinen fünfzigsten Geburtstag deutlich weniger dramatisch fand als den vierzigsten zehn Jahre zuvor. Das könnte nun zwar daran liegen, dass ich am Tag meines Fünfzigsten mit Magen-Darm leidend darniederlag und somit ziemlich abgelenkt von trübsinnigen Alterungsgedanken war, aber ich glaube, ich fand die 5 vorne tatsächlich weniger schlimm.

Meine positive Aspekte des Älterwerdens:


  • Ich empfinde mich gelegentlich tatsächlich als ein wenig "altersweise". 😉
  • Ich weiß zwar nach wie vor oft nicht, was ich will, aber was ich nicht mehr will bzw. was ich mir einfach auch nicht mehr geben bzw. hinnehmen möchte, weiß ich eigentlich recht genau.
  • Ich habe einen klareren Stil als früher - eiere nicht mehr so ziellos herum. Andererseits finde ich Gleichförmigkeit aber langweilig, mag es also auch, immer mal wieder etwas zu ändern. 😎


Schönheit ist nicht alles!


Irgendwann stellte ich fest, dass persönliche Ausstrahlung viel wichtiger ist als das äußere Erscheinungsbild. "Schöne" Menschen können unglaublich nichtssagend wirken, was ihnen viel von ihrer auf den ersten Blick rein auf das Aussehen bezogenen "Schönheit" nimmt.

Menschen mit einem gewissen Charisma hingegen kommen oftmals unwahrscheinlich toll rüber - ganz egal, wie sie aussehen. "Schönheit" ist für mein Empfinden also sehr relativ und hat nicht unbedingt etwas mit Alter, vollem Haar, gerader Nase, aufgefüllten Falten oder einer guten und straffen Figur zu tun.

Vor diesem Hintergrund kasteie ich mich auch nicht mehr selbst, z. B. in Sachen Körpergewicht. Gut, ich nehme nach wie vor nur höchst ungern zu (was ein Problem ist, wenn man so gerne und so viel futtert wie ich!), habe mich aber mit "Größe in etwa minus hundert" einigermaßen arrangiert. Gerade bin ich zwar mal wieder drüber, aber ich gehe trotzdem gerne zum Essen aus und bestelle mir dann auch keinen Salat zum darin Herumstochern, sondern genieße einfach das, wonach mir ist - ggf. auch mit Vorspeise und Dessert. 🙆

Und zum Thema Falten ... - es gibt eine Menge Menschen in jeder Altersstufe, die gerade die Gesichter älterer Menschen schön und ausdrucksstark finden. Ist diese Einstellung nicht der der Produzenten von Anti-Falten-Kosmetik und der von Schönheitschirurgen vorzuziehen?


Mehr Gelassenheit im Alltag


Von fast allen Teilnehmerinnen an dieser Blogparade las ich, dass sie sich selbst mit zunehmendem Alter als wesentlich gelassener empfinden als früher. Dies allerdings ist eine Charaktereigenschaft, die wohl - von außen betrachtet - auch in den nächsten Jahren eher nicht zu mir passt.

Dennoch erlebe ich persönlich - eben aus meiner Sicht - immerhin wesentlich mehr gelassene Momente als früher, und auch die Meinung der meisten Mitmenschen schmeißt mich nicht mehr aus der Bahn, sondern geht mir zunehmend am Allerwertesten vorbei. 😎 Natürlich gilt das nicht für alle Themen und auch nicht für alle Mitmenschen, aber doch für sehr viele, und wenn ich in einem Monat vielleicht nur noch drei- anstatt wie früher zehnmal das HB-Männchen gebe, bin ich durchaus schon zufrieden.

Ich arbeite daran, dass die Gelassenheit und ich noch mehr zueinander finden!


Neuen Erfahrungen gegenüber nicht verschließen


Früher dachte ich, wie vermutlich eine ganze Reihe anderer Menschen auch, dass ab einem gewissen Alter "nichts mehr kommt", dass das Leben nur noch ärmer wird, da man im Grunde alles Schöne/Neue bereits hinter sich hat. Inzwischen glaube ich jedoch, dass das nicht stimmt - es gibt wohl kaum ein Alter, in dem nicht noch irgendetwas Schönes vor uns liegt, man muss es vielleicht nur finden oder erkennen und vor allem leben, denn die persönliche Lebenszeit ist unersetzbar.

"Das Leben ist so bunt, wie du dich traust, es auszumalen."