Dienstag, 14. Februar 2017

Ein bisschen Liebe und Kuscheln am Dienstag

Heute war mal wieder Valentinstag - oder auch einfach Dienstag. :) Dass der "Tag der Liebenden" bei uns zu Hause nicht als solcher stattfindet, hatte ich in diesem Post bereits erzählt. Blumen mag ich ja allerdings ohnehin nicht geschenkt kriegen, Süßes ist bei uns im Haushalt grundsätzlich ausreichend vorhanden und eine kleine Aufmerksamkeit von Seiten des Mannes extra wäre zwar von der Idee her ganz nice (*vielsagendmiteinemzaunpfahlwink*), aber der Herr verweigert sich dem "Feiertag des Kommerzes" tutto completto. Ich verweigere mich also zwangsläufig mit, denn auch sonst bedenkt mich an diesem Tag leider niemand mit außergewöhnlicher Aufmerksamkeit. Tja, man hat's halt nicht immer leicht im Leben ... ;)

Ziemlich klasse hingegen finde ich die Idee von Heidi, eine kleine Blogparade mit dem Titel "Tierisch verliebt" an diesem Tag zu veröffentlichen. In Tinas Beitrag dazu bin ich tatsächlich auch ein bisschen verliebt. ♥ Und natürlich in meine eigenen Miezekatzen, denn von deren Seite erhalte ich täglich ein großes Maß an Aufmerksamkeit. Mindestens allabendlich fordern die meisten von ihnen Kuscheleinheiten bei mir ein und das hat zumindest für mich auch auf jeden Fall etwas mit Liebe zu tun. :)

Unsere rot-cremige Crew - vorn der Kater, dahinter 3 Mädels - Bild von 2014

Ein bisschen verliebt bin ich auch in etwas ganz anderes Kuscheliges, nämlich in meinen Cardigan von DARLING HARBOUR, welcher aus 70% Wolle und 30% Kaschmir besteht, mich heute außergewöhnlich warm gehalten hat (seine Wärmeeigenschaften kommen tatsächlich fast an meinen kürzlich HIER vorgestellten Strickmantel heran) und sich seeeeehr weich anfühlt. ♥

In der Mittagspause haben wir auf die Schnelle ein paar jetzt hier tagesaktuell (!!! - Applaus, bitte, das bekommt Ihr sonst schließlich praktisch nie zu sehen ... ;) ) erscheinende Bilder geschossen:



Tuch/Schal: TCM (Tchibo)
Cardigan: DARLING HARBOUR
Shirt: Lands' End
Rock: SPARKZ
Strumpfhose: Crönert
Stiefel: Marc Shoes

Kombiniert habe ich den schwarzen Strick heute ganz bewusst mit meinem Lieblings-Royalblau, da mich eine Kollegin gestern fragte, ob es einen Grund hätte, dass ich in letzter Zeit "nur noch so farblos herumlaufen würde". Äh ... - nö. Tue ich das? War mir nicht bewusst und so richtig glauben kann ich es eigentlich auch gar nicht. Dennoch: Blau. Knallblau. Jetzt und hier! Ich hoffe, es freuen sich alle! :D

Hier noch ein paar abschließenden Details (ja, die Verarbeitung dieser Strumpfhose ist tatsächlich nicht so dolle ...) und Euch allen wünsche ich eine schöne restliche Woche!

Dienstag, 7. Februar 2017

Winterwonderland

Als ich vor gut einem Monat zusagte, bei der winterwonderlandigen Blogparade meiner lieben Ela mitzumachen, hatte ich die Fotos, die Ihr heute zu sehen bekommt, gottseidank bereits im Kasten! Auf eine hübsch verschneite Landschaft zu hoffen - immerhin haben wir ja Winter und aus etwas südlicheren Gefilden erreichten mich zwischendurch auch immer wieder wunderbar schneereiche (!) Bilder - kann in unseren norddeutschen Gefilden schnell mit Enttäuschung enden.

Die winzig kleinen, aktuell noch übrig gebliebenen Mini-Schneehäufchen vor der Tür bieten einen eher traurigen Anblick unter meist grauem Himmel an grauen Straßen oder zwischen kahlen Bäumen. Nee, mit Wonderland hat die norddeutsche Landschaft bei uns momentan wirklich herzlich wenig zu tun.



Aber, wie gesagt: Ich hatte ja bereits Bilder vorbereitet! Auch nicht so richtig wonderland-mäßig, aber immerhin mit ein bisschen Schnee zeigt sich eine leicht verfrorene Gunda im warmen Desigual-Mantel bei einem "Wir-haben-mal-wieder-den-Weg-verloren-und-sind-auf-einem-Feld-gelandet"-Spaziergang nahe der Elbe.

Der Mantel bleibt an!


Entschuldigt, dass sich das Outfit nicht verändert, aber ausziehen konnte ich den Mantel beim besten Willen nicht. Die bekennende Frostbeule, die auf den Bildern zu sehen ist, war noch nie hart im Nehmen und ist, by the way, auch echt nicht scharf drauf, sich in die Reihe der ganzen Grippe-Kranken einzureihen, die derzeit das Land mit ihren Viren vollniesen, -schnupfen und -husten. Nö, lasst mal.

Außerdem findet Moppi Bilder mit Jacken oder Mänteln gut, hat sie mal gesagt! :)


Das "doppelte Lottchen"


Kennt Ihr den Blog von LoveT. und die Geschichte vom "doppelten Lottchen"?
Im Mai letzten Jahres verglich die liebe Andrea uns beide in einem ihrer Artikel ein bisschen mit den Erich Kästner-Zwillingen, da wir unabsichtlich (und obwohl wir eigentlich sehr unterschiedliche Typen sind) irgendwie dazu neigen, uns immer mal wieder recht ähnlich zu kleiden. Als ich vorgestern ihren aktuellen Beitrag las und jetzt meine Bilder anschaute, fiel mir ihr "Lottchen"-Post wieder ein: Dunkler Mantel, auffällige Handschuhe, Schal, dunkle Stiefel ... da haben wir's mal wieder! :)

Den für die spanisch-bunte Marke Desigual verhältnismäßig dezenten Mantel entdeckte ich Anfang letzten Jahres im Designer Outlet Soltau. Besonders gefiel mir der figurbetonte Schnitt aus festem Material mit Reißverschluss und dem erst auf den 2. Blick speziellen Kragen mit den aufgesetzten Blumen. Leider passt bei mir nicht mehr viel drunter - ich esse einfach zu viel - die Kleidungsstücke dieser Marke fallen ja generell eher klein aus.

Die passenden Handschuhe waren ein Zufallsfund und ein typischer Winter-Mega-Sale-Zufalls-Marken-Schnapper, der kurz vor Eintreffen der Frühjahrsmode noch mal schnell für 1 Euro (jawohl, EINEN ganzen Euro!!) rausgehauen wurde.
Die Kundin sagt Dankeschön. :)

Wärmended Herumgehampel am Ufer der Elbe ...
In diesem Jahr habe ich den Wintersale übrigens ausgelassen (oder läuft er sogar noch? Ich weiß es gar nicht so genau ...) - irgendwie hatte ich keine Lust bzw. dann in der letzten Woche während eines Kurzurlaubs plötzlich überraschend und sehr spontan etwas anderes vor als das übliche Nach-Geburtstags-Shopping.

Wer mir auf Instagram folgt, hat davon bereits ein paar Einblicke erhalten. :)

Mantel: Desigual
Loop: CARTOON
Handschuhe: Nike
Winter-Leggings: Zarlena 
Stiefel: Görtz-Shoes

So, und jetzt bin ich gespannt auf die anderen Beiträge in Elas Blogparade, wo ich dann bestimmt auch den ganzen Schnee zu sehen bekomme, der bei mir hier fehlt.

Aber hübsch ist es mit ein wenig Weiß und noch weniger Blau, aber dafür ziemlich viel Frost bei uns hier oben an der Elbe doch auch, gelle?!? :)

Freitag, 3. Februar 2017

Brauche ich eine Lederröhre?

So lautete eine der Fragen, die ich mir kürzlich stellte.
Gesehen und für toll befunden habe ich Hosen dieser Art z. B. immer wieder bei der stylishen Chrissie von der Edelfabrik - klickt mal diese Übersicht an! - oder bei Sunny, vielfältigst kombiniert vor allem in diesem Post - oder auch bei Fran (klickst Du beispielsweise HIER, aber auch in zig anderen Beiträgen sind Lederhosen auf ihrem Blog zu sehen). Andrea von "here I am" trägt auch gern Lederhosen (KLICK) und viele andere Bloggerinnen mehr - vor allem jüngere.

Echtes Leder oder Fake?


Die nächste Frage war: Was für eine Art Hose möchte ich eigentlich? Eine echte Lederhose? Eine Fake-Lederhose oder etwas, das einer Lederhose einfach nur ähnlich sieht?

Bei echtem Leder ist dies ja vor allem eine Preis- oder auch eine Preis-Leistungsfrage. Vor ca. 30 Jahren wohnte für viele Jahre eine Echtlederhose in meinem Schrank, nur trug ich diese viel zu selten, da sie schon nach kurzer Zeit ausleierte und ich mir diese faltige Passform ganz sicher nicht gewünscht hatte! Ich entsorgte sie viele Jahre trotzdem nicht, weil sie eben mal eine Menge Geld gekostet hatte - ebenso ergeht es mir übrigens öfter mit Lederjacken ... - aber irgendwann musste sie mich doch verlassen.

Kunstleder ist generell nicht so meins - auch mag ich das Material auf der Haut nicht. Aber beschichteten Stoff, der ein bisschen nach Leder ausschaut, DEN mag ich. Dieses Material ist meist etwas stretchig und kostet nicht die Welt. Voilà. Passt.


Die Hose hatte ich bei meinem letzten Versuch, blaue Langschaftstiefel zu erwerben dann mal "nur so" dazubestellt und am Ende gingen alle Stiefel zurück und ausgerechnet die Hose blieb. Es ist übrigens keine Leggings, sondern eine "normale" Hose mit Knopf und Reißverschluss.

Die Suche nach den Stiefeln dauert hingegen an und wird nun vermutlich auf den nächsten Herbst/Winter verschoben. Wenn es überhaupt blaue Stiefel in meiner Größe gab, passte am Ende irgendetwas daran doch immer nicht.

Warum, bitteschön, sind eigentlich blaue Langschaftstiefel so rar gesät?????


Für den Cardigan entschied ich mich im Herbst letzten Jahres bei Betty Barclay im Designer Outlet Soltau, nachdem mir die dort tätige hochsympathische Verkäuferin (mit der ich mich eigentlich auch direkt für eine sicherlich mindestens abendfüllende Unterhaltung hätte verabreden können! ;) ) zuvor bestimmt zehn verschiedene Jacken zum Probieren angeschleppt hatte und wir uns am Ende gemeinsam für diese entschieden. :)

Mir gefällt besonders das Detail mit den beiden seitlichen Reißverschlüssen, welche auch tatsächlich funktionsfähig sind! Allerdings sitzt der Cardigan bei geschlossenen Reißverschlüssen wesentlich besser, also hab' ich sie durchgängig so gelassen.

Cardigan: Betty Barclay
Rollkragenshirt: hess natur
Hose: VILA
Stiefel: Görtz Shoes

Habt Ihr Erfahrungen mit echten oder/und unechten Lederhosen? Insbesondere die zum Thema Passform und Ausleiern interessieren mich.

Mögt Ihr bei Hosen lieber Echtleder oder Kunstleder und wenn ja, warum?
Oder zieht auch Ihr beschichtete Stoffhosen vor?

Sonntag, 29. Januar 2017

Dahoam is Dahoam

Okay, okay, okay - ich gebe zu, in mir sträubte sich zunächst einiges sowohl gegen Sunnys Blogparaden-Vorschlag, einen für die ganze Internetwelt zugänglichen Text über mein Zuhause zu schreiben und/oder - noch schlimmer!! - Bilder zu zeigen, als auch gegen den sehr bayerischen Titel dieses Blog-Posts. ;)

Ich bin nun mal durch und durch unbayerisch norddeutsch und habe tatsächlich auch meine kompletten 53 (ja, heute wird es tatsächlich schon wieder eins mehr ...) Lebensjahre am selben Wohnort verbracht - obwohl Lüneburg (inzwischen) nicht (mehr) meine Traumstadt ist und ich einen Ortswechsel in meinem Leben durchaus noch in Erwägung ziehen würde ...

Im Gegensatz zu den meisten Blogger- und Instagramerinnen, die gefühlt scheinbar zu einem großen Teil in sehr fotogenen, weißen oder zumindest hellbeigen und natürlich total aufgeräumten stylishen Wohnungen, Häusern oder gar riesigen Lofts logieren, wohne ich nämlich sehr normal. Nein, auch das ist nicht ganz richtig, denn neben dem Mann und mir leben auch noch 7 Katzen bei uns, was das Ganze wieder etwas weniger "üblich", dafür allerdings noch ein wenig unfotogener macht - durch Katzenkrallen werden die meisten Dinge sehr viel schneller unansehnlich.


Und auch hier möchte vielleicht manch einer widersprechen, denn wenn die Fellnasen nicht nur extra für Fotos in die gute Stube gelassen werden, scheint es in dieser Welt offenbar tatsächlich auch sehr schicke Wohnungen zu geben, in denen mehrere Katzen leben. Diese Wohnräume sind meist clean gefliest, dafür mit muckeliger Fußbodenheizung versehen, hier und da liegen dann schlafende Katzen malerisch auf kuscheligen Decken oder Teppichen herum, die Dame des Hauses hat einen Faible für dekorativ schöne Dinge und putzt vermutlich lieber als wir ...

Alles ist jedenfalls wahnsinnig geschmackvoll und geeignet, nett fotografiert in Szene gesetzt online oder gar in einer Wohnzeitschrift die geneigten Leser zum Staunen zu bringen.

Bei uns ist all das nicht der Fall ...


... das ist wohl die fotogenste Ecke, die es bei uns gibt. ;)


Okay, mein Esszimmer ist als einziges tatsächlich auch relativ hell und weiß und weil das eben am hübschesten aussieht, sind die meisten der Fotos dieses Blogposts auch hier entstanden! ;)

Home Sweet Home


Allerdings "tragen wir dort einen alten Teppich auf", der das Ganze
a) einfach etwas wärmer macht (nix Heizung im Boden gegen die kalten Füße!) und
b) an meinen Schwiegervater und an meine Mama erinnert, die das Teil vorher nämlich beide (!) in ihren jeweiligen Wohnungen liegen hatten bevor sie verstorben sind. Dummerweise sieht man auf dem stark gemusterten Teppich nicht immer sofort, wenn sich mal wieder eine der Katzen kotzend ihres Mageninhaltes darauf entledigt hat, aber irgendwann tritt man meist hinein und spätestens dann kommt der Aha-Effekt ... :-/

Leider erbrechen Katzen auch nicht eben selten ... - HIER ein Artikel zum Thema für die, die's vielleicht am Rande interessiert.


Der größte Teil unseres Haus wurde 1950 als Siedlungshaus erbaut, 2x gab es danach noch jeweils Anbauten an den Enden. Ich lebe also quasi in einem langen, schmalen Schlauch mit Schrägen und Durchgangszimmern (wenig Platz für Kleiderschränke, leider) - übrigens bereits seit mittlerweile 23 Jahren.

Die Isolierung ist trotz Teilrenovierung alt, es zieht ein bisschen durch Fenster und Ritzen und wenn ich im Bett liege und es draußen stark weht, zieht tatsächlich manchmal etwas von diesem Wind an meinem Kopf vorbei ...

Fußbodenheizung haben wir nur im 2011 renovierten EG-Badezimmer, welches ich allerdings eher selten betrete, da diese Renovierung mitnichten so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte und damals so viel Stress und Nerv für mich bereithielt, dass ich seither ein leicht gestörtes Verhältnis zu diesem Raum habe.

Klickt auf's Bild, dann seht Ihr mehr! Oben links übrigens meine typischen Sofa-"Accessoires"! :)

Und sonst so?


Einrichtungsstil?
Gibt's nicht. Es ist von allem was dabei. Und natürlich zeige ich Euch hier nur die besten Ausschnitte! :)

Möbel?
Die stehen wie sie stehen - umhergeschoben wird da nichts und neu gekauft eigentlich auch nur dann, wenn etwas kaputt geht.

Deko?
Nicht so mein Steckenpferd. Bei anderen finde ich kreative Deko super, bei mir zuhause bin ich da recht einfalls- und phantasielos. Wir haben nicht mal Gardinen.

Pflanzen?
Naja, es gibt welche. Irgendwas muss ja auf die sonst so kahlen Fensterbänke und zwar möglichst etwas, das die Katzen nicht umschmeißen und kaputtmachen und woran sie sich nicht vergiften, wenn sie daran knabbern (Link: Giftpflanzen für Katzen) - aber einen grünen Daumen habe ich nicht.


Was macht mein Zuhause aus?


Wichtig ist mir zu Hause vor allem Ruhe und eine gewisse Abgeschiedenheit - es muss als Rückzugsort geeignet sein. Kennt Ihr das, wenn z. B. in Fernsehkrimis die Leute so offen wohnen, dass Passanten aus dem Schutze der Nacht in die hell erleuchteten Häuser gucken und die Leute darin beobachten oder - es sind halt Krimis - manchmal auch direkt erschießen?!? - Danke, ich möchte das nicht. ;)

Zudem brauche ich unbedingt Gemütlichkeit: Wärme, Sofa, Decken, Kissen, schnurrende Katzen und den beheizbaren Fußsack gegen meine ewig kalten Füße - das macht ein Zuhause für mich aus. Begriffe wie Wohndesign oder Einrichtungskonzept erscheinen mir dagegen ziemlich unbedeutend.

Wie ist das bei Euch? 
  • Was ist Euch zu Hause besonders wichtig? Und was nicht? 
  • Was macht für Euch ein Zuhause zu einem Zuhause?
  • Und habt Ihr dort eigentlich gern viel Besuch???

Alle anderen Teilnehmer der Blogparade "Wohnen" findet Ihr im Link-Up auf "Sunny's side of life".

Donnerstag, 19. Januar 2017

Social life - Gedanken

Schon etwas verdunkelt erinnere ich mich an Zeiten (mindestens 17 Jahre her), in denen meine Kinder noch ziemlich klein waren und ich praktisch täglich mit ihnen unterwegs war. Irgendwelche Verabredungen mit Spielfreunden und deren Müttern gab es eigentlich immer, manchmal traf man sich auch in Kindergruppen oder auf Veranstaltungen - zumindest waren wir sehr viel "on Tour" oder wir hatten selbst Besuch.

Nun sind die Kinder nicht mehr klein - Oktober 2016
Nach einem völlig unerwarteten Schlaganfall meines Mannes im Jahr 2002 - die Kinder waren gerade mal 6 und 8 - und seinem damit einhergehenden Jobverlust änderte sich einiges.
Plötzlich steckte ich praktisch von jetzt auf gleich zwangsweise in einer physisch und psychisch ziemlich belastenden Situation inklusive Vollzeit-Umschulung. Die Familie und damals auch noch meine insgesamt recht aufwändige Zucht von Britisch Kurzhaar Katzen liefen eher so "nebenher", aber dafür lief in Sachen Freundschaften irgendwann gar nichts mehr.

Ich denke, zu 90% war das meine Schuld - ich sah mich einfach an der Grenze meiner Belastbarkeit, zog mich mit der Zeit immer mehr zurück und kümmerte mich nicht mehr. Mir war irgendwie alles zu viel, und da ich den ganzen Tag schon beruflich telefonieren musste, wollte ich zu Hause vor allem vom Telefon nichts mehr hören. Ja, und in den Jahren darauf verselbstständigte sich das Ganze dann und ich gewöhnte mich an den Zustand.

Der Weg zurück, den ich ungefähr seit 2013/2014 erfreulicherweise langsam (aber auch wirklich SEHR langsam ...) wieder eingeschlagen habe, ist nun gar nicht so einfach (kaum zu glauben, aber man kommt echt aus der Übung!), aber ich merke doch, es wird insgesamt. :)

Letzte Woche z. B. hatte ich sogar fast jeden Tag etwas vor und konnte mich nur am Donnerstag nach der Arbeit und am Sonntag träge auf meinem Sofa einkuscheln. Das mache ich nach wie vor auch sehr gerne - zumal ich versuche, mir selbst das Thema Lesen wieder näher zu bringen - auch etwas, das ich früher recht gern tat und irgendwann komplett aus meinem Leben strich - aber meistens gewinnt am Ende doch immer noch die Fernsehkiste ... ;)

Insgesamt arbeite ich jedoch daran, wieder ein (wie vor Schlaganfall und Umschulung) ausgeglicheneres Verhältnis zwischen allen Lebensbereichen herzustellen und vor allem mehr soziale Aktivität zurückzugewinnen. Ich bin inzwischen optimistisch, dass ich das auch dauerhaft hinkriege, selbst wenn ich mich weiterhin manchmal etwas schwer tue. - Auf privates Telefonieren kann ich allerdings nach wie vor im Allgemeinen ganz gut verzichten. ;)

Loop: Tom Tailor (? ... glaube ich ...?)
Strickjacke/Cardigan: Betty Barclay
Langarmshirt: s.Oliver
Jeans: Esprit
Stiefeletten: Gabor

Interessieren würde mich ja nun wirklich sehr, ob irgendeiner meiner Leser in Sachen Privatleben/soziale Kontakte vielleicht schon mal eine ähnliche Phase durchlebt hat wie ich. Vorstellen kann ich es mir zwar kaum, denn kennengelernt habe ich persönlich noch niemanden, bei dem irgendwann gar keine Freundschaften oder mindestens gute Bekannte mehr da waren. Wenn ich während dieser Phase doch mal jemandem davon erzählte - was ich im Allgemeinen jedoch vermied - wurde ich zumindest immer nur seeeehr ungläubig angeschaut ...